"Gesund führen" in "gesunden" Unternehmen

    Förderung der psychosozialen Gesundheit

    In den letzten Jahren rückte die betriebliche Gesundheitspolitik verstärkt in den Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion und entwickelte sich rasant zu einer bedeutsamen Strategie der Unternehmensentwicklung. Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) dient dem Ziel, die Beschäftigten als wichtigste Ressource für den Unternehmenserfolg gesund bzw. leistungsfähig zu erhalten. BGM stellt demnach ein wichtiges Fundament für die langfristige Rentabilität und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen dar.

    Zitat des Bundesgesundheitsministers Dr. Philipp Rösler: "Betriebliche Gesundheitsförderung ist ein wichtiger Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen".

    Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource eines Unternehmens: Sie gilt es zu fördern und zu schützen, gerade in Zeiten rapiden Wandels.
    In der heutigen Zeit kommen häufig die weichen Faktoren im Unternehmens-alltag zu kurz. Dies kann man u.a. an den stetig ansteigenden Prozentzahlen der psychischen Erkrankungen in den Unternehmen ersehen. Themen wie „Burnout“, „innere Kündigung“, „Präsentismus“ (geminderte Leistungsfähigkeit/-bereitschaft) und „Mobbing“ werden nicht nur in den deutschen Unternehmen immer präsenter, sondern auch in der deutschen Gesellschaft.

    Die Ursachen sind vielfältig. Dennoch kann man mit Bestimmtheit sagen, dass die Wurzeln dieser Phänomene zu einer hohen Prozentzahl in den Organisationsstrukturen selbst zu finden sind. Die Mensch-Mensch-Schnittstelle wird in unserer Dienstleistungsgesellschaft immer wichtiger. Doch warum versagt diese soziale Schnittstelle immer wieder? Es spielte in der Vergangenheit bei vielen Unternehmen kaum eine Rolle, wenn auch auf Kosten der Mitarbeitenden Gewinne generiert wurden. Wurden Mitarbeitende zu lethargisch oder zu oft krank, so wurden sie frühverrentet, in die Teilzeitarbeit geschickt oder entlassen. Diese teure Vorgehensweise ist aber in der heutigen Zeit aufgrund des Demografischen Wandels und dem daraus resultierenden Fachkräftemangel nicht mehr durchführbar.

    Aus diesen Faktoren kann man ersehen, dass sich die Unternehmen immer mehr um ihre Mitarbeiter/innen kümmern müssen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource eines Unternehmens: Sie gilt es zu fördern und zu schützen, gerade in Zeiten rapiden Wandels. Sie können nicht mehr einfach ausgetauscht werden. Sie müssen gepflegt werden, damit sie ihre Arbeit überhaupt bis zu ihrer Rente durchhalten können. Junge, qualifizierte Mitarbeiter/innen sind rar und rücken nicht mehr einfach so von „unten“ nach. Zudem ist die geminderte Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden ein sehr hoher Kostenfaktor und teurer als die vorhandenen Fehlzeiten in den Unternehmen. Darüber hinaus besteht für die Geschäftsführung eine Fürsorgepflicht für ihre Mitarbeiter/innen.